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Frequenzen


Alles Wissenswerte über die Frequenzen in Handpans


Ein großes Mysterium für viele ist das Feld der Frequenzen. Wir möchten hier einen sehr tiefen und ausführlichen Einblick in die Thematik geben, klären über die Geschichte des Kammertons auf, gehen auf die oft nachgefragte 432Hz Frequenz ein und klären auf, wie Du Dich bei Deiner Handpananschaffung für die passende Frequenz entscheidest.

Themen in der Übersicht

Begriffserklärung zur Thematik Frequenzen

  1. Hz (Hertz)
    Hz ist das Einheitssymbol für die physikalische Größe Frequenz und gibt die Anzahl sich wiederholender Vorgänge (z. B. Schwingungen oder Impulse) pro Sekunde an. Die Einheit wurde 1930 nach dem deutschen Physiker Heinrich Hertz benannt. Der Hörbereich des Menschen liegt z. B. im Frequenzbereich zwischen 16 Hz bis 20.000 Hz.
  2. Der Kammerton
    Die Angabe Hz definiert die Schwingungen pro Sekunde, nach dem der Kammerton A gestimmt ist. In der westlichen Musik stimmt man den Ton A, seit 1939 einheitlich auf die Tonhöhe von 440Hz.
    Der Kammerton A ist der Bezugston, von dem aus alle anderen Töne z. B. eines Instruments gestimmt werden. Für die einheitliche Stimmung nutzen Musiker oder Chorleiter z.B. Flöten oder Stimmgabeln in der jeweiligen Kammertonhöhe. Die Stimmgabel wurde 1711 von John Shore erfunden.
  3. Die Oktave
    Als Oktave (lateinisch octava ‚die achte‘) wird in der Musik ein Intervall, der Abstand zwischen acht Tönen einer Tonleiter bezeichnet. Ein Beispiel einer Tonleiter könnte z. B. die C-Dur Tonleiter sein. Sie beginnt mit dem Ton C1 und endet mit dem eine Oktave (8 Tonschritte) höher liegenden C2: c, d, e, f, g, a, h, c. Das Frequenzverhältnis zwischen dem tiefem C und dem hohen C2 ist dabei exakt 1:2.

Die Geschichte des Kammertons

Bis in das 19. Jahrhundert hinein gab es keinen einheitlichen Stimmton, bzw. Kammerton. Je nach Region oder Art der Musik wurde eine individuelle Kammertonhöhe verwendet. Allgemein gesprochen lag der Kammerton oftmals tiefer als die heute üblichen 440Hz. Das dadurch entstehende tiefere Klangbild wird von vielen Personen als angenehmer und natürlicher empfunden.

Nicht immer schon und überall gab es einen einheitlichen Kammerton. In Deutschland lag er im 17. und 18. Jahrhundert häufig bei etwa 415 Schwingungen pro Sekunde, im Italien des 17. Jahrhunderts bei 466 Hz und im barocken Frankreich bei 392 Hz. In Indien, der Wiege vieler meditativer Praktiken und des Yoga, ist die 432Hz-Stimmung seit vielen Jahrhunderten Tradition.

Durch ein zunehmend interregionales Musikleben wuchs das Bedürfnis nach einer einheitlichen Stimmtonhöhe. So entstand 1788 in Paris die sogenannte Pariser Stimmung, die auf 409 Hz festgelegt wurde. Da der Kammerton im Laufe des 19. Jahrhunderts weiter anstieg, wurde er 1858 durch die französische Akademie auf 437,5 Hz neu festgelegt. Giuseppe Verdi plädierte noch 1884 für eine Frequenz von 432 Hz, wie sie heute in Handpans und traditionell in diversen rituellen, schamanischen und „heilerischen“ Instrumenten üblich ist.

Die „Federation of the National Standardizing Associations“ legte 1939 bei einer internationalen Stimmkonferenz die einheitliche Frequenz auf 440 Hz bei 20 °C für den Ton A1 fest. Im Oktober 1953 wurde diese Frequenz zur ISO-Norm (ISO = International Organization for Standardization in Genf, 166 Mitgliedsländer). 40 000 Musiker, die diese Entwicklung verfolgten, haben Petitionen eingereicht, um das zu verhindern. Ohne Erfolg.
Diese Regelung wurde am 30. Juni 1971 durch die Delegierten des Rat der Europäischen Union für die EU bestätigt.

Nicht nur in der deutschen Orchesterlandschaft hat sich zurzeit - unabhängig vom nach wie vor international gültigen Standard von 440 Hz - die Frequenz von 443 Hz als Kammerton eingebürgert, insbesondere weil Saiteninstrumente bei höherer Frequenz lauter und voller klingen. Dieser wird zu Beginn der Probe oder der Aufführung von der Oboe angegeben, vom Konzertmeister (das heißt dem führenden Instrumentalisten der Stimmgruppe der ersten Geigen) abgenommen, der seine Geige nach diesem Ton stimmt, und ihn dann ans Orchester „weiterreicht". In anderen Ländern sind auch Stimmhöhen von 440 Hz bis 446 Hz üblich, beispielsweise herrscht in Italien ein Stimmton von 442 Hz vor. Für die Musizierpraxis auf historischen Instrumenten wird häufig ein Kammerton von 415 Hz (das ist gegenüber 440 Hz etwa einen Halbton tiefer) für barockes, 430 Hz für klassisches und 438 Hz für romantisches Instrumentarium verwendet.

Die genannten unterschiedlichen Kammerton-Frequenzen zeigen, dass es die eindeutige Herleitung eines absoluten Kammertons nicht gibt. Bereits in den 1950er Jahren kamen über die Festlegung der internationalen Stimmtonkonferenz auf 440 Hz Zweifel auf. Einige Musiker konnten die „Willkür" der Entscheidung nicht nachvollziehen und hatten das Gefühl einer unausgewogenen Zufallsentscheidung. Jeder Solist und jedes Ensemble kann aber dennoch selbst bestimmen, in welcher Stimmung musiziert wird.

432Hz – die kosmische Frequenz?

In der musikalischen und esoterischen Szene findet seit einigen Jahren die sogenannte 432Hz Musik immer mehr an Bedeutung und Aufmerksamkeit. Einige Menschen schreiben dieser Art der Musik besondere heilende Kräfte zu, andere finden den wissenschaftlichen und musikalischen Aspekt daran interessant. Hier schaffen wir einen einfachen Überblick über dieses durchaus kontroverse und komplizierte Thema. Um die Wirkung der 432Hz Frequenz ranken sich viele unbelegte Mythen und Weltanschauungen. Wir wollen so objektiv wie möglich bleiben und stützen uns in diesem Beitrag nur auf belegte Tatsachen.

Im Netz findet man eine Vielzahl an Musik, die in der 432 Hertz Frequenz komponiert ist. Besonders oft wird die harmonische Methodik für Meditation und therapeutische Arbeit genutzt. Angeblich komponierten auch Mozart und Verdi ihre Werke mit einem Kammerton auf 432Hz – Stücke, die heute oft als besonders konzentrationsfördernd, harmonisch oder entspannend gelten.

Der Ursprung des 432Hz Kammertons liegt zwischen Sonne & Erde

Der Ursprung der 432Hz Stimmung liegt in der Beschäftigung einiger Menschen mit den sogenannten Planetenklängen und Planetenschwingungen. Hierbei geht es darum die Umlaufbahnen der Planeten in Frequenzen umzuwandeln und diese mit den Frequenzen von Tönen gleichzusetzen. Da die Frequenzen eines Umlaufzykluses außerhalb des menschlichen Hörvermögens liegen, werden sie solange um jeweils eine Oktave erhöht, bis ein für das menschliche Ohr gut wahrnehmbarer Ton entsteht.
Bereits in der Antike wurden Planetenklänge und Planetenschwingungen u. a. von dem Philosophen Pythagoras erforscht und unter dem Begriff Sphärenharmonie beschrieben. Für ihn und seine Anhänger beruhte die irdische Musik auf Zahlen und war eine Nachbildung der „himmlischen“ Musik.
Im 16. Jhr. veröffentlichte der Physiker, Mathematiker, Theologe und Astronom Johannes Kepler in seinem Werk “Harmonices Mundi” (Harmonik der Welt) Gesetzmäßigkeiten für die Berechnungen der Umlaufbahnen der Planeten um die Sonne (die Keplerschen Gesetze). Für den Theologen lag in seinen Gesetzen die Enthüllung einer musikalischen und göttlichen Harmonie.

Das "Harmonische Weltbild" in der Neuzeit:

In den späten 70er Jahren war es der Mathematiker und Musikwissenschaftler Hans Cousto, der in seinen Berechnungen der “harmonikalen Kammertöne” die Theorie der Spährenharmonik weiter entwickelte. Wie seine Vorgänger berechnete er die Frequenz der Schwingung der Erde um die Sonne innerhalb eines Jahres und setzte sie mit der Frequenz von Tönen gleich. Der sogenannte Jahreston der Erde entspräche dann mit einer Frequenz von 0,0000000316875412 Hz (Berechnung siehe unten) dem Ton Cis. Diese niedrige Frequenz ist für das menschliche Ohr nicht hörbar. Ab der 30. Oktave kommt man in den hörbaren Bereich. In der 32. Oktave liegt die Frequenz dann bei 136 Hz.
Als esoterisch und interkulturell stark interessierter Mensch sah Cousto eine Übereinstimmung dieser Frequenz mit der traditionellen indischen Musik. Beispiele hierfür sind z. B. die Grundstimmung des indischen Saiteninstruments Sitar (136 Hertz). Auch das tibetische, heilige OM wird in dieser Tonhöhe intoniert.
Coustos Planetenfrequenzen gelten heute als Standard für in Planetentönen gestimmte Klangschalen, Gongs, Musikinstrumente oder Planeten-Stimmgabeln.

Die Berechnung des Jahrestons als Basis des 432 Hz Kammertons:

Für alle, die die rechnerische Grundlage zur Ermittlung des 432Hz Kammertons sehen wollen, ist sie hier noch einmal schrittweise dargestellt.

  1. Schritt: Umrechnung der Umlaufzeit in Sekunden

Da die Schwingung in Hertz, also Schwingung pro Sekunde gemessen wird, rechnen wir die Umlaufzeit der Erde um die Sonne in Sekunden um.
= von 365,2563 Tage * 24 Stunden * 60 Minuten * 60 Sekunden
= 31558144,32 Sekunden

  1. Schritt: Frequenzberechnung

Die physikalische Formel zur Errechnung der Frequenz lautet f = 1/ Zeit = 1/s
= 1 / 31558144,32s
= 0,0000000316875412… Hz

  1. Schritt: Oktavierung

Da der Mensch Töne erst ab 20 Hz (20 Schwingungen pro Sekunde) hören kann, wird die Frequenz des Erdenjahres so oft verdoppelt (oktaviert), bis sie für uns hörbar ist.
= 0,0000000316875412 * 2 * 2 * 2 * 2….
die 32. Oktave = 136,096 Hz = Cis = Jahreston der Erde

  1. Schritt – Der Kammerton in 432 Hertz

Folgt man nun dem Jahreston Cis mit 136 Hz in seiner Tonfolge nach oben zum Ton A1 (Kammerton), schwingt dieser in der Frequenz von 432 Hz anstatt der heute üblichen 440 Hertz.

Berechnung der Planetenfrequenz (Eigenrotation):

Die Frequenz des Planten Erde ist 8 Hz. Wissenschaftlich wird diese natürliche Erdschwingung als Schumann-Resonanz, nach Winfried Otto Schumann, bezeichnet. Anders ausgedrückt kann man sagen, dass die Erde 8-mal in der Sekunde pulsiert.

Für die Berechnung der Planetenfrequenz brauchen wir den zeitlichen Wert für die Dauer der Eigenrotation. Die Erde braucht 1 Tag um sich um sich selbst zu drehen (24h * 60 Minuten * 60 Sekunden = 86.400 Sekunden). Das ergibt eine Frequenz von 0,000.011.574.074 Hertz (1 / 86.400 Sekunden). Nach der Oktavierung in den hörbaren Bereich ergibt sich für die Erde eine Frequenz von 194,18 Hz, was dem Ton G entspricht. Nach dieser Berechnung schwingt die Erde im Ton G.

Wie wirkt 432 Hz Musik?

Verfechter der 432 Hertz Musik sind von dieser von ihnen als „göttlich“ bezeichneten musikalischen Stimmung fest überzeugt. Sie soll die Konzentration fördern, beruhigend und meditativ wirken und den Körper und die Seele miteinander in Einklang bringen. Der 432 Hertz Frequenz wird auch ein heilsamer Einfluss auf den Körper zugeschrieben. Die Gehirnhälften sollen synchronisiert und Zellen und die DNA harmonisiert werden.

Angebliche Wirkung der 432Hz Frequenz zusammengefasst:

  • wirkt beruhigend und harmonisch auf den Körpe
  • für Meditation und Entspannung geeignet
  • synchronisiert die Gehirnhälften
  • bringt Körper und Seele in Einklang
  • Harmonisierung der DANN
  • fördern den gesunden Zellstoffwechsel.

Die 432Hz Frequenz & die Wissenschaft

Für die heilsame Wirkung der 432 Hz Musik gibt es keine seriösen Forschungen und somit liegen keine wissenschaftlich anerkannten Beweise vor. Dass Schall einen Einfluss auf den menschlichen Organismus hat, ist aber z. B. durch Forschungen im Zusammenhang mit Lärmbelästigung durch Infraschall (Schall unterhalb der menschlichen Hörgrenze) oder der Nutzung von Ultraschall (Schall oberhalb der menschlichen Hörgrenze) z. B. bei der Bekämpfung von Krebszellen nachgewiesen worden.
Eine grundsätzlich potentiell positive Wirkung von Musik auf die Seele und somit auch auf den Körper gilt seit langem als Tatsache und wird sowohl in der Musik- und Klangtherapie als auch von Privatpersonen seit vielen Jahren erfolgreich angewandt. Jedoch ist dies unabhängig davon, ob die Stimmung der Stücke auf 432 Hz oder 440 Hz erfolgt.

Die Beschäftigung mit den 432 Hz als Kammerton A ist in theoretischer und philosophischer Hinsicht durchaus sehr interessant und nachvollziehbar und hat eine jahrtausendalte Geschichte. Wissenschaftlich konnte ein physischer Effekt auf den Körper bisher allerdings noch nicht nachgewiesen werden.
Das Gedankenspiel rund um die 432Hz Musik basiert zudem auf der theoretischen Gleichsetzung der Schwingung von Planeten und Tönen. Physikalisch aber braucht Schall Materie um sich ausbreiten zu können. Die Himmelskörper allerdings schweben im Vakuum. Ein durch die Bewegung der Planeten verursachter Schall kann sich nicht ausbreiten und die Planeten können demzufolge nicht “tönen”.
Ob und inwiefern man die 432hHz Musik jedoch als angenehm oder auch heilsam für die Seele empfindet, ist letztendlich Geschmackssache und liegt im Ermessen jedes Einzelnen.

Welche Frequenz für meine Handpan - 440Hz oder 432Hz?

Was spricht für 440Hz:
Die 440Hz Frequenz wird in der westlichen Musikwelt standardmäßig zum stimmen von Musikinstrumenten verwendet. Möchtest Du Deine Handpan zum Musizieren auch mit anderen klassischen Instrumenten verwenden, ist die 440Hz Frequenz die passende Wahl.

Was spricht für 432Hz:
Instrumente die in 432Hz gestimmt sind werden in verschiedenen therapeutischen, schamanischen und heilerischen Praktiken eingesetzt. Einige Menschen empfinden Musik in dieser Frequenz als besonders angenehm. Bist Du selbst von der 432Hz Frequenz angezogen, dann kommt eine so gestimmte Handpan für Dich in Frage.

Kann ich meine Handpan auch in einer anderen Frequenz bauen lassen?

Natürlich ist das Einstimmen einer Handpan auch auf anderen Grundfrequenzen möglich. Für den orchestralen Gebrauch wäre z.B. 433Hz sinnvoll. Solltest Du eine spezifische Frequentierung bevorzugen, die von den beiden standardmäßigen abweicht, schreibe uns gerne direkt an. Wir erfüllen Dir gerne jeden Wunsch.

Begriffserklärung zur Thematik Frequenzen:

  1. Hz (Hertz)
    Hz ist das Einheitssymbol für die physikalische Größe Frequenz und gibt die Anzahl sich wiederholender Vorgänge (z. B. Schwingungen oder Impulse) pro Sekunde an. Die Einheit wurde 1930 nach dem deutschen Physiker Heinrich Hertz benannt. Der Hörbereich des Menschen liegt z. B. im Frequenzbereich zwischen 16 Hz bis 20.000 Hz.
  2. Der Kammerton
    Die Angabe Hz definiert die Schwingungen pro Sekunde, nach dem der Kammerton A gestimmt ist. In der westlichen Musik stimmt man den Ton A, seit 1939 einheitlich auf die Tonhöhe von 440Hz.
    Der Kammerton A ist der Bezugston, von dem aus alle anderen Töne z. B. eines Instruments gestimmt werden. Für die einheitliche Stimmung nutzen Musiker oder Chorleiter z.B. Flöten oder Stimmgabeln in der jeweiligen Kammertonhöhe. Die Stimmgabel wurde 1711 von John Shore erfunden.
  3. Die Oktave
    Als Oktave (lateinisch octava ‚die achte‘) wird in der Musik ein Intervall, der Abstand zwischen acht Tönen einer Tonleiter bezeichnet. Ein Beispiel einer Tonleiter könnte z. B. die C-Dur Tonleiter sein. Sie beginnt mit dem Ton C1 und endet mit dem eine Oktave (8 Tonschritte) höher liegenden C2: c, d, e, f, g, a, h, c. Das Frequenzverhältnis zwischen dem tiefem C und dem hohen C2 ist dabei exakt 1:2.

 

Die Geschichte des Kammertons

Bis in das 19. Jahrhundert hinein gab es keinen einheitlichen Stimmton, bzw. Kammerton. Je nach Region oder Art der Musik wurde eine individuelle Kammertonhöhe verwendet. Allgemein gesprochen lag der Kammerton oftmals tiefer als die heute üblichen 440Hz. Das dadurch entstehende tiefere Klangbild wird von vielen Personen als angenehmer und natürlicher empfunden.

Nicht immer schon und überall gab es einen einheitlichen Kammerton. In Deutschland lag er im 17. und 18. Jahrhundert häufig bei etwa 415 Schwingungen pro Sekunde, im Italien des 17. Jahrhunderts bei 466 Hz und im barocken Frankreich bei 392 Hz. In Indien, der Wiege vieler meditativer Praktiken und des Yoga, ist die 432Hz-Stimmung seit vielen Jahrhunderten Tradition.

Durch ein zunehmend interregionales Musikleben wuchs das Bedürfnis nach einer einheitlichen Stimmtonhöhe. So entstand 1788 in Paris die sogenannte Pariser Stimmung, die auf 409 Hz festgelegt wurde. Da der Kammerton im Laufe des 19. Jahrhunderts weiter anstieg, wurde er 1858 durch die französische Akademie auf 437,5 Hz neu festgelegt. Giuseppe Verdi plädierte noch 1884 für eine Frequenz von 432 Hz, wie sie heute in Handpans und traditionell in diversen rituellen, schamanischen und „heilerischen“ Instrumenten üblich ist.

Die „Federation of the National Standardizing Associations“ legte 1939 bei einer internationalen Stimmkonferenz die einheitliche Frequenz auf 440 Hz bei 20 °C für den Ton A1 fest. Im Oktober 1953 wurde diese Frequenz zur ISO-Norm (ISO = International Organization for Standardization in Genf, 166 Mitgliedsländer). 40 000 Musiker, die diese Entwicklung verfolgten, haben Petitionen eingereicht, um das zu verhindern. Ohne Erfolg.
Diese Regelung wurde am 30. Juni 1971 durch die Delegierten des Rat der Europäischen Union für die EU bestätigt.

Nicht nur in der deutschen Orchesterlandschaft hat sich zurzeit - unabhängig vom nach wie vor international gültigen Standard von 440 Hz - die Frequenz von 443 Hz als Kammerton eingebürgert, insbesondere weil Saiteninstrumente bei höherer Frequenz lauter und voller klingen. Dieser wird zu Beginn der Probe oder der Aufführung von der Oboe angegeben, vom Konzertmeister (das heißt dem führenden Instrumentalisten der Stimmgruppe der ersten Geigen) abgenommen, der seine Geige nach diesem Ton stimmt, und ihn dann ans Orchester „weiterreicht". In anderen Ländern sind auch Stimmhöhen von 440 Hz bis 446 Hz üblich, beispielsweise herrscht in Italien ein Stimmton von 442 Hz vor. Für die Musizierpraxis auf historischen Instrumenten wird häufig ein Kammerton von 415 Hz (das ist gegenüber 440 Hz etwa einen Halbton tiefer) für barockes, 430 Hz für klassisches und 438 Hz für romantisches Instrumentarium verwendet.

Die genannten unterschiedlichen Kammerton-Frequenzen zeigen, dass es die eindeutige Herleitung eines absoluten Kammertons nicht gibt. Bereits in den 1950er Jahren kamen über die Festlegung der internationalen Stimmtonkonferenz auf 440 Hz Zweifel auf. Einige Musiker konnten die „Willkür" der Entscheidung nicht nachvollziehen und hatten das Gefühl einer unausgewogenen Zufallsentscheidung. Jeder Solist und jedes Ensemble kann aber dennoch selbst bestimmen, in welcher Stimmung musiziert wird.

Fazit: Die 440Hz Frequenz wird in der westlichen Musikwelt standardmäßig zum stimmen von Musikinstrumenten verwendet. Möchtest Du Deine Handpan zum Musizieren auch mit anderen klassischen Instrumenten verwenden, ist die 440Hz Frequenz die passende Wahl.

432Hz Frequenz – der kosmische Ton?

In der musikalischen und esoterischen Szene findet seit einigen Jahren die sogenannte 432Hz Musik immer mehr an Bedeutung und Aufmerksamkeit. Einige Menschen schreiben dieser Art der Musik besondere heilende Kräfte zu, andere finden den wissenschaftlichen und musikalischen Aspekt daran interessant. Hier schaffen wir einen einfachen Überblick über dieses durchaus kontroverse und komplizierte Thema. Um die Wirkung der 432Hz Frequenz ranken sich viele unbelegte Mythen und Weltanschauungen. Wir wollen so objektiv wie möglich bleiben und stützen uns in diesem Beitrag nur auf belegte Tatsachen.

Im Netz findet man eine Vielzahl an Musik, die in der 432 Hertz Frequenz komponiert ist. Besonders oft wird die harmonische Methodik für Meditation und therapeutische Arbeit genutzt. Angeblich komponierten auch Mozart und Verdi ihre Werke mit einem Kammerton auf 432Hz – Stücke, die heute oft als besonders konzentrationsfördernd, harmonisch oder entspannend gelten.

Der Ursprung des 432Hz Kammertons liegt zwischen Sonne & Erde

Der Ursprung der 432Hz Stimmung liegt in der Beschäftigung einiger Menschen mit den sogenannten Planetenklängen und Planetenschwingungen. Hierbei geht es darum die Umlaufbahnen der Planeten in Frequenzen umzuwandeln und diese mit den Frequenzen von Tönen gleichzusetzen. Da die Frequenzen eines Umlaufzykluses außerhalb des menschlichen Hörvermögens liegen, werden sie solange um jeweils eine Oktave erhöht, bis ein für das menschliche Ohr gut wahrnehmbarer Ton entsteht.
Bereits in der Antike wurden Planetenklänge und Planetenschwingungen u. a. von dem Philosophen Pythagoras erforscht und unter dem Begriff Sphärenharmonie beschrieben. Für ihn und seine Anhänger beruhte die irdische Musik auf Zahlen und war eine Nachbildung der „himmlischen“ Musik.
Im 16. Jhr. veröffentlichte der Physiker, Mathematiker, Theologe und Astronom Johannes Kepler in seinem Werk “Harmonices Mundi” (Harmonik der Welt) Gesetzmäßigkeiten für die Berechnungen der Umlaufbahnen der Planeten um die Sonne (die Keplerschen Gesetze). Für den Theologen lag in seinen Gesetzen die Enthüllung einer musikalischen und göttlichen Harmonie.

Das "Harmonische Weltbild" in der Neuzeit:

In den späten 70er Jahren war es der Mathematiker und Musikwissenschaftler Hans Cousto, der in seinen Berechnungen der “harmonikalen Kammertöne” die Theorie der Spährenharmonik weiter entwickelte. Wie seine Vorgänger berechnete er die Frequenz der Schwingung der Erde um die Sonne innerhalb eines Jahres und setzte sie mit der Frequenz von Tönen gleich. Der sogenannte Jahreston der Erde entspräche dann mit einer Frequenz von 0,0000000316875412 Hz (Berechnung siehe unten) dem Ton Cis. Diese niedrige Frequenz ist für das menschliche Ohr nicht hörbar. Ab der 30. Oktave kommt man in den hörbaren Bereich. In der 32. Oktave liegt die Frequenz dann bei 136 Hz.
Als esoterisch und interkulturell stark interessierter Mensch sah Cousto eine Übereinstimmung dieser Frequenz mit der traditionellen indischen Musik. Beispiele hierfür sind z. B. die Grundstimmung des indischen Saiteninstruments Sitar (136 Hertz). Auch das tibetische, heilige OM wird in dieser Tonhöhe intoniert.
Coustos Planetenfrequenzen gelten heute als Standard für in Planetentönen gestimmte Klangschalen, Gongs, Musikinstrumente oder Planeten-Stimmgabeln.

Die Berechnung des Jahrestons als Basis des 432 Hz Kammertons:

Für alle, die die rechnerische Grundlage zur Ermittlung des 432Hz Kammertons sehen wollen, ist sie hier noch einmal schrittweise dargestellt.

  1. Schritt: Umrechnung der Umlaufzeit in Sekunden

Da die Schwingung in Hertz, also Schwingung pro Sekunde gemessen wird, rechnen wir die Umlaufzeit der Erde um die Sonne in Sekunden um.
= von 365,2563 Tage * 24 Stunden * 60 Minuten * 60 Sekunden
= 31558144,32 Sekunden

  1. Schritt: Frequenzberechnung

Die physikalische Formel zur Errechnung der Frequenz lautet f = 1/ Zeit = 1/s
= 1 / 31558144,32s
= 0,0000000316875412… Hz

  1. Schritt: Oktavierung

Da der Mensch Töne erst ab 20 Hz (20 Schwingungen pro Sekunde) hören kann, wird die Frequenz des Erdenjahres so oft verdoppelt (oktaviert), bis sie für uns hörbar ist.
= 0,0000000316875412 * 2 * 2 * 2 * 2….
die 32. Oktave = 136,096 Hz = Cis = Jahreston der Erde

  1. Schritt – Der Kammerton in 432 Hertz

Folgt man nun dem Jahreston Cis mit 136 Hz in seiner Tonfolge nach oben zum Ton A1 (Kammerton), schwingt dieser in der Frequenz von 432 Hz anstatt der heute üblichen 440 Hertz.

Berechnung der Planetenfrequenz (Eigenrotation):

Die Frequenz des Planten Erde ist 8 Hz. Wissenschaftlich wird diese natürliche Erdschwingung als Schumann-Resonanz, nach Winfried Otto Schumann, bezeichnet. Anders ausgedrückt kann man sagen, dass die Erde 8-mal in der Sekunde pulsiert.

Für die Berechnung der Planetenfrequenz brauchen wir den zeitlichen Wert für die Dauer der Eigenrotation. Die Erde braucht 1 Tag um sich um sich selbst zu drehen (24h * 60 Minuten * 60 Sekunden = 86.400 Sekunden). Das ergibt eine Frequenz von 0,000.011.574.074 Hertz (1 / 86.400 Sekunden). Nach der Oktavierung in den hörbaren Bereich ergibt sich für die Erde eine Frequenz von 194,18 Hz, was dem Ton G entspricht. Nach dieser Berechnung schwingt die Erde im Ton G.

Wie wirkt 432 Hz Musik?

Verfechter der 432 Hertz Musik sind von dieser von ihnen als „göttlich“ bezeichneten musikalischen Stimmung fest überzeugt. Sie soll die Konzentration fördern, beruhigend und meditativ wirken und den Körper und die Seele miteinander in Einklang bringen. Der 432 Hertz Frequenz wird auch ein heilsamer Einfluss auf den Körper zugeschrieben. Die Gehirnhälften sollen synchronisiert und Zellen und die DNA harmonisiert werden.

Vermeintliche Wirkung der 432Hz Frequenz zusammengefasst:

  • wirkt beruhigend und harmonisch auf den Körpe
  • für Meditation und Entspannung geeignet
  • synchronisiert die Gehirnhälften
  • bringt Körper und Seele in Einklang
  • Harmonisierung der DANN
  • fördern den gesunden Zellstoffwechsel.

Die 432 Hz Frequenz & die Wissenschaft

Für die heilsame Wirkung der 432 Hz Musik gibt es keine seriösen Forschungen und somit liegen keine wissenschaftlich anerkannten Beweise vor. Dass Schall einen Einfluss auf den menschlichen Organismus hat, ist aber z. B. durch Forschungen im Zusammenhang mit Lärmbelästigung durch Infraschall (Schall unterhalb der menschlichen Hörgrenze) oder der Nutzung von Ultraschall (Schall oberhalb der menschlichen Hörgrenze) z. B. bei der Bekämpfung von Krebszellen nachgewiesen worden.
Eine grundsätzlich potentiell positive Wirkung von Musik auf die Seele und somit auch auf den Körper gilt seit langem als Tatsache und wird sowohl in der Musik- und Klangtherapie als auch von Privatpersonen seit vielen Jahren erfolgreich angewandt. Jedoch ist dies unabhängig davon, ob die Stimmung der Stücke auf 432 Hz oder 440 Hz erfolgt.

Die Beschäftigung mit den 432 Hz als Kammerton A ist in theoretischer und philosophischer Hinsicht durchaus sehr interessant und nachvollziehbar und hat eine jahrtausendalte Geschichte. Wissenschaftlich konnte ein physischer Effekt auf den Körper bisher allerdings noch nicht nachgewiesen werden.
Das Gedankenspiel rund um die 432Hz Musik basiert zudem auf der theoretischen Gleichsetzung der Schwingung von Planeten und Tönen. Physikalisch aber braucht Schall Materie um sich ausbreiten zu können. Die Himmelskörper allerdings schweben im Vakuum. Ein durch die Bewegung der Planeten verursachter Schall kann sich nicht ausbreiten und die Planeten können demzufolge nicht “tönen”.
Ob und inwiefern man die 432hHz Musik jedoch als angenehm oder auch heilsam für die Seele empfindet, ist letztendlich Geschmackssache und liegt im Ermessen jedes Einzelnen.

Fazit: Instrumente die in 432Hz gestimmt sind werden in verschiedenen therapeutischen, schamanischen und heilerischen Praktiken eingesetzt. Einige Menschen empfinden Musik in dieser Frequenz als besonders angenehm. Bist Du selbst von der 432Hz Frequenz angezogen, dann kommt eine so gestimmte Handpan für Dich in Frage.

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